Fusion mit Nyse Euronext
Deutsche-Börse-Aktionäre machen den Weg frei

Die Aktionäre der Deutschen Börse haben den Weg für die Fusion mit der New Yorker Börse Nyse Euronext frei gemacht. Mehr als 80 Prozent haben ihre Aktien gegen Papiere des neuen Gemeinschaftsunternehmens eingetauscht.
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FrankfurtDie Fusion von Deutscher Börse mit der New York Stock Exchange (Nyse Euronext) rückt immer näher. Nach den Aktionären des New Yorker Handelsbetreibers haben nun auch die Anteilseigner des Dax-Konzerns dem Zusammenschluss zugestimmt.

Wie die Deutsche Börse am späten Donnerstagnachmittag mitteilte, hätten nach vorläufiger Auszählung rund 80 Prozent der Investoren ihre alten Aktien in Anteilsscheine der neuen Holding getauscht, in der künftig die beiden Unternehmen gebündelt werden sollen. Die Quote könne aber noch steigen. Die Umtauschfrist lief bis Mittwoch um Mitternacht, heute wurde ausgezählt. Mindestens 75 Prozent der Eigentümer mussten tauschen, andernfalls wäre die Fusion geplatzt.

Perfekt ist der Zusammenschluss aber noch nicht. Auch die Aufsichtsbehörden bestimmen mit, allen voran die europäischen. Denn der Börsenriese würde allein mehr als 90 Prozent des lukrativen Derivatehandels innerhalb der EU kontrollieren; beim Aktienhandel käme er immerhin auf rund 30 Prozent.

Nyse Euronext und Deutsche Börse hatten erst vor zwei Wochen in Brüssel die Fusion beantragt. Es wird mit einer vertieften Prüfung bis mindestens November gerechnet. Bis dahin befragen die EU-Beamten die Konkurrenten der beiden zum Wettbewerbsumfeld in Europa. Erst kürzlich haben sie einen Katalog mit insgesamt 165 Fragen an die anderen Börsenbetreiber verschickt. Bereits im März hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia verkündet, er rechne mit einer umfassenden Überprüfung dieser „komplexen Transaktion“.

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