Fusionspläne der Deutschen Börse
Ende einer Irrfahrt

PremiumDie EU-Kommission wird der geplanten Fusion mit der Londoner Börse am Mittwoch den Todesstoß verpassen. Für das Management der Deutschen Börse heißt es nun: Es muss die Investoren neu für sich gewinnen. Eine Analyse.

Scheitern gehört eigentlich nicht zu Carsten Kengeters aktivem Wortschatz. Doch an diesem Mittwoch wird sich der Chef der Deutschen Börse ebendieses eingestehen müssen: Denn die EU-Kommission wird aller Voraussicht nach der geplanten Fusion mit der Londoner Börse den Todesstoß verpassen, indem sie das Vorhaben aus kartellrechtlichen Gründen ablehnt. Damit wird der seit dem britischen Brexit-Referendum im vergangenen Juni quälend lang dahinsiechende Deal endgültig gestorben sein.

Das Scheitern wird keine dramatischen Folgen haben – weder für den Finanzplatz Frankfurt noch für die Deutsche Börse selbst. Gleichwohl rückt das finale Aus für den Megadeal die Führungsspitze rund um Kengeter und Aufsichtsratschef Joachim...

 
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