Gegen Kapitalflucht
China will Firmenkäufe im Ausland erschweren

PremiumKonzerne, Immobilien, Fußballklubs: In der Vergangenheit haben chinesische Firmen in Europa groß eingekauft. Nun will die Regierung Investitionen beschränken, um Kapital im Land zu halten. Geht der Übernahmeboom zu Ende?

FrankfurtDer Schock sitzt tief. Bis Mitte der Woche war die Welt bei den Investmentbankern noch in bester Ordnung. Chinesische Übernahmen in Deutschland schienen die Garantie für ein hervorragendes Jahr für Mergers & Acquisitions (M&A) 2017 zu sein, nachdem bereits von Januar bis Ende November diesen Jahres ein neuer Rekord erzielt wurde. Doch dann kursierte – zunächst im chinesischen Internet und später in lokalen Medien – ein Gesetzentwurf, der für große Nervosität sorgt.

Der Staatsrat in China plant demnach, Auslandsinvestitionen von chinesischen Unternehmen von mehr als zehn Milliarden Dollar zu untersagen. Gleichzeitig sollen nach dem Entwurf M&A-Deals im Wert von...

 
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