Gesperrte Automaten
ING-Diba nennt Sparkassen „unanständig“

Die ING-Diba beschwert sich über mehrere Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Rund 80 Filialen bundesweit würden ihre Bankautomaten für Kunden der Direktbank sperren. Der Streit wird schon seit Jahren ausgefochten.
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FrankfurtDie Direktbank ING-Diba beschwert sich über mehrere Sparkassen und Genossenschaftsbanken. In etwa 80 Fällen bundesweit würden die „durchweg kleineren Häuser“ ihre Bankautomaten für Kunden der ING-Diba sperren, sagte der Deutschland-Chef des Instituts, Roland Boekhout, der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das sei „unanständig“. Zudem widerspreche es deutschem Recht.

„Wir haben dagegen schon erfolgreich geklagt. Nur ist das mühsam, wir müssen jeden Fall einzeln juristisch aufrollen“, sagte Boekhout. Kunden der ING-Diba mit Visa-Karte können nach Angaben der Bank Geld an über 58.000 Automaten in Deutschland kostenlos Geld abheben.

Die ING-Diba verlässt sich damit auf die Infrastruktur etwa von Sparkassen und Volksbanken, die ein sehr viel dichteres Netz von Geldautomaten haben. Mit der EC-Karte können ING-Diba-Kunden laut Unternehmen kostenlos Bargeld an 1.300 Automaten der Bank abheben.

Der Streit um die gesperrten Bankautomaten schwelt schon seit Jahren, es hatte mehrere Gerichtsurteile zu dem Thema gegeben. Die Filialbanken ärgern sich, dass viele Direktbanken keine Girokarten mehr an ihre Kunden geben, sondern nur Visa-Karten. Die Kosten für die Abhebungen ihrer Kunden übernehmen sie. Den Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen entgehen damit Gebühren für ihr großes und teures Geldautomatennetz.


Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Gesperrte Automaten: ING-Diba nennt Sparkassen „unanständig“"

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  • das gesülze dieser dibadus
    ist schon mehr als frivol

  • das hat doch system
    der eine beschwert sich über "monopole" der SPK und genossenschaften
    der andere bockt weil diese zuerst ihre eigenen kunden versorgen
    die lobbyisten dieser bockenden beschwerdeführer
    zerschlagen alles was bislang bestand hatte

  • Ich finde es bemerkenswert, welche Aufmerksamkeit die ING bei ihren Themen - Geld abheben, Dispozinsen - bekommt. Die Girokontenzahl von 1.0 Mio. EUR bundesweit schreit doch eigentlich nach dem Prädikat "nicht erwähnenswert". Dennoch erhält die ING diese besonder Aufmerksamkeit... Thema Geldabheben - da schließ ich mich gerne einigen Vor-Kommentatoren an: Ist doch ehrlicherweise schon ein Witz, dass die ING permanent ihr kostenloses Girokonto anpreist mit kostenlosen Möglichkeiten zum Bargeldabheben und sich dabei einfach mal auf die Infastruktur anderer Banken verlässt (Sparkassen und VR-Banken betreiben rund 35.000 GAA bundesweit). Der Begriff Schmarotzer ist schonmal weiter oben gefallen. Eine gewisse Richtigkeit dieser Bezeichnung lässt sich nicht verleugnen. Ich kann die Sperrung von einzelnen GAA's für Direktbankkunden absolut nachvollziehen. So können sogenannte Direktbank-Kunden am eigenen Leib erleben, dass sie nicht Kunde einer Direktbank sonder einer Distanzbank sind.

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