Gewinn steigt
Öko-Trend pusht die Zahlen der Umweltbank

Viele Bankkunden wollen inzwischen ganz genau wissen, was mit ihrem Geld passiert. Sie wollen ihr Geld vermehren, aber dabei kein schlechtes Gewissen haben. Dieser Trend beschert der Umweltbank ein dickes Gewinnplus.
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Die Umweltbank profitiert vom steigenden Interesse an ökologischen Geldanlagen und der hohen Nachfrage nach Krediten zur Finanzierung von Öko-Projekten. Im vergangenen Jahr legte die Zahl der Kunden um gut 8 Prozent auf 86.100 zu, wie das Institut am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Deren Einlagen stiegen auf 1,18 Milliarden Euro (plus 18 Prozent); zugleich bewilligte die Bank 1,38 Milliarden Euro für die Umsetzung von 13.700 Umweltprojekten.

Fast die Hälfte des Geldes wird für den Bau von Solaranlagen verwendet, ein knappes Drittel für energetische Haussanierungen. Auch Wind- und Wasserkraftanlagen sowie Biomasse- und Biogasanlagen wurden finanziert. Inzwischen sparen die geförderten Projekte
jährlich etwa 1,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid ein.

Von der Nachfrage profitiert auch die Bilanz des auf Umweltprojekte spezialisierten Geldhauses mit 140 Mitarbeitern. Das Vorsteuerergebnis legte um knapp 40 Prozent auf 25,5 Millionen Euro zu, der Jahresüberschuss kletterte um fast 25 Prozent auf 10,0 Millionen Euro. Die Aktionäre erhalten eine Dividende von 98 Cent.

In diesem Jahr setze sich das Wachstum fort, sagte der Vorstandsvorsitzende Horst Popp. Die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima schlage sich allerdings nicht spürbar nieder. "Bei uns ist die Dynamik fast unverändert zu den Vorjahren." Es mache sich aber bemerkbar, dass sich viele Kunden eher für den Bau einer Solaranlage entschieden, als dass sie Atomstrom kauften.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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