Gewinneinbruch
Griechenland-Engagement belastet Societe Generale

Die französischen Banken sind in Griechenland stark engagiert. Das rächt sich nun immer mehr. Die Societe Generale muss einen herben Gewinnrückgang verkraften. Nun wackelt die Prognose für das kommende Jahr.
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ParisDer Beitrag zur Griechenland-Rettung hinterlässt auch bei der französischen Großbank Societe Generale deutliche Spuren in der Bilanz und bringt sogar die Gewinnziele für 2012 in Gefahr. Da es im Privatkundengeschäft zudem nicht rund lief, konnte die Bank die Abschreibungen für ihr Griechenland-Engagement schlechter verdauen als so mancher Rivale. Der Betriebsgewinn sank im zweiten Quartal um fast ein Drittel auf 747 Millionen Euro, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Anleger straften das Unternehmen umgehend ab: SocGen-Aktien verloren bis zum Vormittag mehr als sechs Prozent.

Es werde nun schwierig, 2012 das Ziel von sechs Milliarden Euro Nettogewinn zu erreichen, teilte die zweitgrößte französische Bank mit. Allerdings hatten Experten ohnehin schon daran gezweifelt, dass die Bank das schaffen werde. Firmenchef Frederic Oudea verwies in einer Erklärung zur Begründung auf ein „ungewisses Marktumfeld“. Dennoch bezeichnete Oudea die Entwicklung der Bank als solide. „Ich bleibe zuversichtlich, was das stetige Wachstum unserer Ergebnisse angeht“, sagte er.

Im zweiten Quartal sanken die Einnahmen den Angaben nach um 2,6 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Im Privatkundengeschäft sanken die Einnahmen sogar um 7,6 Prozent. Wie beim Gewinn verfehlte Societe Generale auch bei den Einnahmen die Erwartungen. Für ihre Beteiligung an den Griechenland-Hilfen musste die Bank eine Belastung von 395 Millionen Euro vor Steuern verbuchen. Dadurch stiegen die Rückstellungen für Kreditverluste im Vierteljahr um 17,3 Prozent auf 1,185 Milliarden Euro. Rivale BNP Paribas hat im Quartal etwa eine halbe Milliarde für Griechenland abgeschrieben.

„Die Ergebnisse sind unter den Erwartungen - auch ohne Griechenland“, sagte Analyst Alex Koagne von Natixis. Das Eingeständnis, das Gewinnziel nur schwer einhalten zu können, sei auch keine Überraschung.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Es zeichnet sich ab, dass die EU-Mitglieder bald auch die Französischen Banken unterstützen müssen. Die Umverteilung von unten nach oben nimmt immer dynamischere Züge an. Es wird Zeit der EU den Rücken zu kehren.

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