Goldman Sachs
Kritik an US-Investmentbank wegen Kauf von „Hungerbonds“

Die US-Investmentbank Goldman Sachs kauft Schuldscheine des Staatskonzerns PDVSA und wettet auf eine satte Rendite. Die venezolanische Opposition sieht darin eine indirekte Unterstützung der sozialistischen Regierung.

Caracas/New YorkDie venezolanische Opposition hat die US-Investmentbank Goldman Sachs für den Aufkauf von Anleihen des staatlichen Ölkonzerns PDVSA scharf kritisiert. „Auch wenn sie sich noch so anstrengen, Goldman Sachs und seine Führungskräfte können diesen Deal nicht schönfärben. Für die Venezolaner ist er unmoralisch“, schrieb Parlamentspräsident Julio Borges in einem offenen Brief.

Die US-Investmentbank hatte Medienberichten zufolge zuletzt PDVSA-Anleihen über einen Nennwert von 2,8 Milliarden Dollar für rund 865 Millionen Dollar erworben. Goldman Sachs verteidigte den Deal. Man habe die Schuldscheine nicht direkt beim venezolanischen Staat, sondern über einen Broker auf dem Sekundärmarkt gekauft. Somit sei auch kein Geld direkt...

 
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