Griechenland und Euro
Nationale Banken bluten aus

PremiumDas Tauziehen der Tsipras-Regierung setzt auch den Finanzinstituten rund um Athen zu. Fast 100 Milliarden Euro Kapitalflucht seit Beginn der Krise müssen die Geldhäuser verkraften.

AthenDie Liquiditätslage der griechischen Banken wird immer prekärer. Wegen der politischen Verunsicherung seit dem Amtsantritt der Links-Rechts-Regierung von Alexis Tsipras und der Angst vor einem bevorstehenden Staatsbankrott räumen Privatkunden und Unternehmen ihre Konten. Seit sich im vergangenen Dezember die vorzeitigen Parlamentswahlen und der Sieg des radikal-linken Bündnisses Syriza abzuzeichnen begannen, sind die Einlagen der privaten Haushalte und Unternehmen bei den griechischen Banken um fast 26 Milliarden Euro geschrumpft.
Den Höhepunkt erreichte der Bank-Run im Wahlmonat Januar mit Abflüssen von 12,2 Milliarden Euro. Im Februar zogen die Kunden nach Angaben der Europäischen Zentralbank (EZB) weitere 7,8 Milliarden ab. Und im...

 
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