HRE-Problemtochter
Finanzinvestoren bieten für Depfa

Die HRE-Tochter Depfa Bank soll verkauft werden: Über zu wenig Interesse kann sich der deutsch-irische Staatsfinanzierer nicht beklagen. Mehrere Finanzinvestoren und Hedgefonds haben Angebote abgegeben.
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FrankfurtDie staatliche Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat mehrere verbindliche Angebote für ihre zum Verkauf stehende Tochter Depfa erhalten. Die Bieter, mehrere Finanzinvestoren und Hedgefonds, bewerteten den deutsch-irischen Staatsfinanzierer mit Summen von 200 bis 300 Millionen Euro, sagten mit dem Verkaufsprozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die HRE bestätigte am Freitag lediglich den Eingang von Geboten, die nun geprüft würden.

Bei den Bietern handelt es sich Insidern zufolge um ein Konsortium um den Investor Third Point, je ein Bündnis von Och-Ziff und Blackstone sowie J. C. Flowers und Apollo und den früheren UBS-Chef Oswald Grübel, der sich mit einem Staatsfonds zusammengetan habe. Einige von ihnen hatten bereits früher Interesse bekundet, wie aus Finanzkreisen verlautet war. Die Bieter wollten sich selbst nicht äußern, von Och-Ziff und Blackstone war keine Stellungnahme zu erhalten.

Wegen ihrer staatlichen Rettung in der Finanzkrise muss die HRE die Depfa auf Geheiß der EU-Kommission bis Ende 2014 verkaufen. Anderenfalls droht dem Staatsfinanzierer die Abwicklung. Die Depfa, die die Krise der HRE maßgeblich ausgelöst hatte, ist im Moment eine stillgelegte Plattform. Die in Dublin ansässige Bank darf seit 2009 kein Neugeschäft mehr schreiben. Die zweite HRE-Tochter, die pbb Deutsche Pfandbriefbank, muss bis 2015 privatisiert werden. Die Altlasten der HRE wurden in die Bad Bank FMS Wertmanagement ausgelagert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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