HSH-Nordbank-Chef Stefan Ermisch
„Eine Chance zur Konsolidierung verpasst“

PremiumDer Chef der HSH Nordbank sieht sein Institut beim Privatisierungsprozess im Plan. Im Interview spricht Stefan Ermisch über den Zwangsverkauf seiner Bank, die Fehler der Sparkassen und die schwierige Suche nach Bietern.

Stefan Ermisch hat einen der schwierigsten Jobs in der deutschen Bankenbranche. Auf Geheiß der EU muss er bis Februar 2018 den Verkauf der HSH Nordbank organisieren. Das war die Bedingung für die Genehmigung der Rettungsmaßnahmen für das Geldhaus, das durch die Schifffahrtskrise schwere Schlagseite bekommen hat. Trotzdem wirkt Ermisch erstaunlich entspannt, als er sich mit Handelsblatt-Redakteuren zum Gespräch in der Frankfurter Niederlassung trifft.

Herr Ermisch, warum sollte jemand die HSH Nordbank kaufen? Die Schifffahrtskrise ist noch immer nicht ausgestanden, sie haben 17 Milliarden Euro an Darlehen an die Branche in den Büchern. Davon gelten neun Milliarden Euro als ausfallgefährdet.
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