HypoVereinsbank
Verkauf der DAB Bank soll überprüft werden

Will sich die HypoVereinsbank von der DAB Bank trennen? Laut einem Medienbericht soll das Geldhaus strategische Optionen prüfen, darunter auch den Verkauf. Die HVB hält 81 Prozent an Deutschlands ältestem Online-Broker.
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FrankfurtDie HypoVereinsbank (HVB) erwägt einem Medienbericht zufolge den Verkauf der DAB Bank. Das Münchner Institut habe die Investmentbank Morgan Stanley beauftragt, strategische Optionen für den Online-Broker zu prüfen, berichtete das "Wall Street Journal Deutschland" am Freitag auf seiner Webseite unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Dabei werde auch eine Veräußerung der DAB Bank geprüft, die an der Börse rund 350 Millionen Euro wert ist.

Eine HVB-Sprecherin sagte, Marktgerüchte kommentiere das Geldhaus nicht. "Grundsätzlich analysieren wir als Bank laufend unsere Beteiligungen. Dazu gehört es auch, strategische Optionen zu prüfen - einschließlich möglicher Zukäufe und Verkäufe", fügte sie hinzu. Morgan Stanley lehnte eine Stellungnahme ab, die DAB Bank war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die HVB hält 81 Prozent an Deutschlands ältestem Online-Broker, die restlichen Anteile befinden sich im Streubesitz. 2013 brach der Gewinn der DAB Bank angesichts der niedrigen Zinsen um ein Drittel auf 12,3 Millionen Euro ein, obwohl die 621.000 Kunden angesichts steigender Börsen deutlich mehr handelten und rund drei Milliarden Euro zusätzlich anlegten.

Die HVB will etwa die Hälfte seiner knapp 600 Niederlassungen schließen, da immer mehr Menschen ihre Bankgeschäfte im Internet erledigen und die Filialen nur noch sporadisch besuchen. Auf Geld aus einem Verkauf der DAB Bank ist die HVB dennoch nicht angewiesen. Trotz der Kosten für die Filial-Schließungen erzielte die HVB 2013 einen Überschuss von 1,1 Milliarden Euro und gehört mit einer Kernkapitalquote von 21,5 Prozent zu den am besten kapitalisierten Banken in Europa.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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