Immobilienfirma Archstone
Ex-Tochter von Lehman-Brothers will an die Börse

Als Lehman Brothers im Jahr 2008 Pleite ging, gehörte die Immobilienfirma Archstone noch zu der Pleitebank. Heute ist Archstone selbstständig und versucht vor seinem Börsengang, das Vertrauen der Investoren zu gewinnen.
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New YorkEs wäre der größte Börsengang eines Immobilienunternehmens in den USA: Der Apartment-Spezialist Archstone will bis zu 3,45 Milliarden Dollar durch die Ausgabe von Aktien einnehmen, wie das Unternehmen am Montag bekanntgab. Sollte das Listing noch dieses Jahr über die Bühne gehen, wäre es die drittgrößte Emission nach Facebook und der Mexiko-Tochter der spanischen Großbank Santander.

Archstone gehört zur früheren Top-Investmentbank Lehman Brothers, die in der Finanzkrise im Herbst 2008 kollabierte und eine Weltwirtschaftskrise auslöste. Die Verbindung könnte manche Investoren abschrecken. Archstone teilte nicht mit, wie viele Anteilsscheine ausgegeben werden sollen und zu welchem Preis. Einige Analysten setzen den Firmenwert mit 16 Milliarden Dollar an. Ein erfolgreicher Börsengang könnte Nachahmer finden - wie die Hilton Hotels.

Archstone besitzt mehr als 54.000 Apartments, fast alle davon in beliebten Küstenregionen in den USA wie Florida und Kalifornien oder in Ballungsgebieten wie Washington, New York, Boston oder Seattle. Dort werden in der Regel wesentlich höhere Mieten gezahlt. Das Portfolio brachte Archstone zuletzt im Monat knapp 2200 Dollar pro Einheit ein - bei einer Leerstandsquote von unter fünf Prozent.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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