Intesa Sanpaolo
Italiens Großbank verdoppelt Gewinn

Intesa Sanpaolo hat einen unerwartet starken Start ins Jahr gelegt. Vor allem profitierte die Großbank von der wirtschaftlichen Erholung Italiens. Auch mit dem größten Sorgenkind des Landes geht es bergauf.
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MailandDie italienische Großbank Intesa Sanpaolo hat im ersten Quartal überraschend viel verdient. Der Nettogewinn verdoppelte sich dank guter Geschäfte im Handel insgesamt auf 1,06 Milliarden Euro, wie der UniCredit-Rivale am Montag mitteilte. Die größte Filialbank des Landes profitierte auch von der allmählichen wirtschaftlichen Erholung in Italien. So lag die Vorsorge für faule Kredite auf dem niedrigsten Stand seit dem Sommer 2011.

Zahlungsausfälle im Kreditgeschäft sind seit Jahren das größte Problem der italienischen Banken. Die Notenbank des Landes bezifferte die faulen Darlehen gerade für März branchenweit auf 189,5 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent zum Vorjahreszeitraum.

Aber es gibt auch Hoffnungsschimmer. So rechnet Monte Paschi – das größte Sorgenkind – 2015 wieder mit einem Gewinn. Seit 2011 hat das Institut, das durch Derivate-Geschäfte und Übernahmen in Schieflage geraten ist, knapp 15 Milliarden Euro verloren.

In den ersten drei Monaten dieses Jahres gab es einen Überschuss von 72,6 Millionen Euro. Monte Paschi profitierte ebenfalls von Verbesserungen im Handel. Das Institut bemüht sich momentan, einen Käufer zu finden, was sich allerdings schwierig gestaltet. So kämpft das Geldhaus aus der Toskana weiter mit steigenden Belastungen durch faule Kredite.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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