Investmentbank-Boutiquen
Großes Gedränge in der Nische

PremiumKleinere Beratungsfirmen, im Fachjargon Investmentbank-Boutiquen genannt, gewinnen Marktanteile. Nun drängen sie ins Europa-Geschäft mit Übernahmen und Fusionen – und verfügen dabei über einen ganz speziellen Vorteil.

LondonEs ist seine eigene Geschichte, die ihn gelassen und optimistisch macht: „Wir haben noch nie aus wirtschaftlichen Gründen Mitarbeiter entlassen“, sagt Warren Stephens, Chef von Stephens Inc., einer der größten US-Investmentbanken in Familienbesitz. „Stattdessen haben wir in der Finanzkrise Leute eingestellt.“

Jetzt schwimmt er erneut gegen den Strom: Stephens expandiert nach Europa. Während andere in der Bankenbranche Stellen streichen, stellt er ein. In London und in Frankfurt hat er Büros eröffnet und drängt ins Geschäft mit Fusionen und Übernahmen.

Zwei Dutzend Mitarbeiter hat er abgeworben, darunter rund zehn hochrangige Banker. Etwa doppelt so viele sollen es werden. „Es geht...

 
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