IT-Zusammenlegung
Deutsche Bank braucht für Postbank-Integration wohl etwas länger

Die Deutsche Bank übernahm die Postbank vor vier Jahren komplett, seitdem führt das Geldhaus die Systeme der beiden Firmen zusammen. Der Abschluss des Mammutprojekts könnte nun etwas länger dauern als geplant.
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FrankfurtDie Deutsche Bank könnte für die Integration der Postbank etwas länger brauchen als ursprünglich geplant. Die Zusammenlegung der IT, die Deutschlands größtes Geldhaus ursprünglich Ende 2015 abschließen wollte, könnte ein paar Monate länger dauern, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Verantwortlich dafür seien unter anderem neue Anforderungen der Aufsichtsbehörden, die beim Start des Projekts vor über vier Jahren nicht absehbar gewesen seien. „Wir haben das Pferd im gestreckten Galopp neu gesattelt.“

Die Deutsche Bank wollte sich zu dem Thema, über das zuerst die „Wirtschaftswoche“ berichtet hatte, nicht äußern. Vor kurzem hatte die Führungsspitze des Geldhauses bei der Vorlage der Jahreszahlen jedoch erklärt, sie sei mit der Postbank-Integration und der Modernisierung des IT-Systems zufrieden. Die Bank will für das Projekt insgesamt 1,6 Milliarden Euro in die Hand nehmen und ab Ende 2015 Synergien von 1,1 Milliarden Euro erzielen. „Da liegen wir voll im Plan“, sagte der Insider.

Die Deutsche Bank bastelt derzeit an einer neuen Strategie, die sie im zweiten Quartal vorstellen will. In diesem Rahmen wird Finanzkreisen zufolge auch eine Abspaltung der Postbank geprüft. Die Deutsche Bank hält sich dazu bisher bedeckt, hat jedoch betont, dass die Integration der Postbank in den Konzern ungeachtet der Strategiedebatte konsequent fortgesetzt werden soll. „Es gibt keinen Grund, von den Initiativen abzuweichen, die wir eingeschlagen haben“, sagte Co-Chef Jürgen Fitschen Ende Januar in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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