Italienische Krisenbank
Monte Paschi plant Kapitalerhöhung von 2,5 Milliarden Euro

Die italienische Regierung hat dem Geldinstitut milliardenschwere Hilfskredite in Aussicht gestellt. Doch dafür muss Monte Paschi einige Auflagen erfüllen. Dazu zählt etwa eine Kapitalerhöhung in Milliardenhöhe.
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RomDie italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena muss im Gegenzug für Staatshilfen das Volumen ihrer geplanten Kapitalerhöhung auf 2,5 Milliarden Euro mehr als verdoppeln. Zudem müsse die älteste Bank der Welt ihre Kosten weiter reduzieren und ihren Bestand an Staatsanleihen leicht verringern, teilte das Wirtschaftsministerium am Sonntagabend mit. Schon am Samstag hatte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia nach einem Treffen mit Wirtschaftsminister Fabrizio Saccomanni gesagt, Monte Paschi müsse mehr als die bislang vorgesehene eine Milliarde Euro über die Kapitalerhöhung einnehmen. Im Gegenzug kann die Bank, die 2012 durch mehrere Derivate-Geschäfte knapp eine Milliarde Euro verloren hatte, die von der Regierung in Aussicht gestellten Hilfskredite über 4,1 Milliarden Euro bekommen.

Wenn die verschärften Konditionen im Rettungsplan berücksichtigt seien, werde die EU-Kommission grünes Licht geben, hatte Almunia am Samstag gesagt. Dies werde in den nächsten zwei Monaten geschehen.

Saccomanni hatte in einem Interview mit der Reuters am Wochenende erklärt, Staatshilfen sollten eine Ausnahme bleiben. Er machte deutlich, dass die Regierung anderen angeschlagenen Geldhäusern nicht unter die Arme greifen wolle. Sie sollten sich vielmehr mit Konkurrenten zusammenzuschließen.

Italiens Banken leiden unter der seit langem währenden Rezession, die den Bestand an faulen Krediten in die Höhe schnellen ließ. Riskant sind auch ihre großen Bestände an italienischen Staatsanleihen, die im Falle einer Ausweitung der Schuldenkrise Löcher in die Bilanzen reißen könnten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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