Italienischer Bankensektor
Nur ein „ausreichend“ für Unicredit

PremiumDie schlechten Quartalszahlen der italienischen Großbank Unicredit sind symptomatisch für die ganze Branche. Die Konsolidierung des Bankensektors, von der Regierung in Rom angetrieben, kommt nur schleppend voran.

RomInvestoren in italienische Bankaktien sind Kummer gewohnt. Negativschlagzeilen aus der Branche gehörten zuletzt zu Italien wie der Cappuccino oder das Saltimbocca. Und am Dienstag lieferte Unicredit-Chef Federico Ghizzoni noch mal mehr davon: Ein Nettogewinn von 406 Millionen Euro im ersten Quartal und damit ein gutes Fünftel weniger als Vorjahresquartal. Prompt schickten die leidgeprüften Anleger der Hypo-Vereinsbank-Mutter die Aktie auf Talfahrt.

Die neuerliche Hiobsbotschaft aus Mailand kommt für Ghizzoni zur Unzeit. Denn wegen eines massiven Kursverfalls in den vergangenen zwölf Monaten und der chronischen Kapitalknappheit der Bank steht der Unicredit-Chef schon länger unter Druck. Die Aktionäre sind enttäuscht. Und...

 
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