Jes Staley wollte Whistleblower enttarnen
Der zu neugierige Barclays-Chef

PremiumBarclays-Chef Jes Staley machte sich höchstpersönlich auf die Suche nach einem Whistleblower. Beim Verwaltungsrat der Bank kam das gar nicht gut an. Jetzt wird Staley zahlen müssen – im wahrsten Sinne des Wortes.

LondonEr freue sich darauf, mit den Investoren über die Zukunft zu diskutieren, schreibt Jes Staley, Chef der britschen Bank Barclays, im aktuellen Geschäftsbericht. Doch diese Gespräche dürften keineswegs so angenehm werden, wie sich der Manager das beim Schreiben dieser Zeilen vorgestellt hat. Denn der 60-jährige Banker hat einen Fehler begangen, der ihn persönlich nicht nur viel Geld kosten wird, sondern auch Fragen über seine eigene Zukunft aufwirft. Aus der Politik wurden bereits entsprechende Forderungen laut: Wenn die Vorwürfe gegen den Banker stimmen, müsse er zurücktreten.

Worum geht es? Vergangenen Juni war ein anonymes Schreiben bei mehreren Mitgliedern des...

 
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