Premium Kampf um Kundendaten Angriff auf die Banken

Ein neues Gesetz gibt jungen Technologiefirmen Zugang zu Kontodaten. Damit können sie Privatkunden maßgeschneiderte Produkte anbieten. Eine Gefahr für die Banken, denen ein drastischer Gewinneinbruch droht.
Drittanbieter bekommen direkten Zugang zu einem bislang wohlgehüteten Schatz der Geldhäuser: den Kontodaten der Privatkunden. Quelle: Imago/Westend61
Digitale Geldgeschäfte

Drittanbieter bekommen direkten Zugang zu einem bislang wohlgehüteten Schatz der Geldhäuser: den Kontodaten der Privatkunden.

(Foto: Imago/Westend61)

Berlin/FrankfurtEs klang nach einem ebenso bürokratischen wie unspektakulären Vorgang: Vergangene Woche hat das Bundeskabinett grünes Licht für einen Gesetzesentwurf gegeben, der die zweite EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) im Januar 2018 umsetzen soll. Doch was die Regierung vor wenigen Tagen in deutsches Recht gegossen hat, bringt das traditionelle Geschäft der Banken mit Privatkunden langfristig in Gefahr.

Die Gesetzesnovelle ermöglicht es jungen Technologieunternehmen, die Banken im Privatkundenbereich weitaus gezielter als bisher zu attackieren. Denn sie gibt diesen Fintechs und anderen Drittanbietern direkten Zugang zu einem bislang wohlgehüteten Schatz der Geldhäuser: den Kontodaten ihrer Privatkunden.

 

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