Konzernumbau
Moody's malt bei der Commerzbank schwarz

Die Ratingagentur Moody's erwartet bei der Commerzbank keine schnelle Kehrtwende. Für dieses und nächstes Jahr bescheinigt sie dem Geldhaus „mäßige Gewinnaussichten“. Besserung sei frühestens 2015 in Sicht.
  • 6

FrankfurtDer Umbau der Commerzbank wird nach Auffassung der Ratingagentur Moody's frühestens 2015 Früchte tragen. Der Abbau der nicht mehr zum Kerngeschäft gezählten Schiffs- und Immobilienfinanzierung werde noch mehrere Jahre Verluste bringen, auch wenn er offenbar schneller gehe als sie erwartet habe.

„Die Fortschritte beim Risikoabbau reduzieren die Gefahr extremer Verluste“, schrieb Moody's-Kreditanalystin Katharina Barten in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. „Die substanziellen Bemühungen der Bank um Kostensenkungen und eine Risiko-Reduzierung werden wahrscheinlich zu sichtbaren Verbesserungen führen, aber erst ab 2015 oder 2016“, hieß es.

Die Commerzbank-Aktie gab am Donnerstag gegen den Markttrend um vier Prozent auf 6,62 Euro nach. Seit Tagen halten sich am Markt Ängste wegen der Risiken aus der Schiffsfinanzierung und aus dem Bestand an südeuropäischen Staatsanleihen.

Für dieses und nächstes Jahr habe die Commerzbank „mäßige Gewinnaussichten“, schrieb Barten. Neben den Verlusten in dem Abbau-Portfolio belasteten die Bank auch die Kosten des Umbaus und die strukturell schwachen Renditen in einigen Kernbereichen. Das Niedrigzinsumfeld habe inzwischen neben dem Geschäft mit den elf Millionen Privatkunden auch die Mittelstandsbank und die polnische BRE Bank erfasst, zwei Stützen des Konzerns.

Im Filialgeschäft verschärfe sich der Preisdruck der Online-Banken, von denen die Commerzbank mit Comdirect selbst eine im Konzern hat. Daran werde sich kurzfristig nichts ändern. Das könne die Commerzbank aber zum Teil dadurch wettmachen, dass die Provisionseinnahmen bei ihr eine vergleichsweise große Rolle spielen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Konzernumbau: Moody's malt bei der Commerzbank schwarz"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Black-Box
    Ist nicht auffindbar, weil der Vorstand diese absichtlich versenken lassen hat, damit niemand die wahren Tatsachen aufdecken kann, die der Vorstand und insbesondere der Nachfolger (Opa/Großvater) des ehemaligen Bundesbankpräsidenten Karl Blessing (ehemaliges Mitglied des Direktoriums der Deutschen Reichsbank)mit seinem Verständnis zum wirtschaftlichen und strukturellen Probleme der Finanz - und Fiskalpolitik nicht auseinandersetzen. Sie werden einfach ignoriert. Deshalb sollte der Bua wegen Untreue und Betrug angeklagt werden. Ohne Umschweife. Denn der Schaden 8insbesondere Vermögensschaden bei den Aktionären ist enorm, ja sogar überproportional). Warum schaut die Politik dem Treiben solange schon hinterher, ohne endlich einen Schlussstrich unter dieses Kapitel zu ziehen? Vielleicht sind die Drähte zur Bundesbank und der Familie Blessing immer noch zu heiß, um hier einschreiten zu müssen ???

  • Moodys, wer will die Commerzbank schlucken? Dazu muss der Aktienkurz zunächst mal nach unten gequatscht werden.

    Vielleicht Goldman?

  • Bei der arroganten Coba male ich schon seit Jahren schwarz.
    Zusammen in einen Sack mit der DB, man trifft nie den Falschen beim draufhauen.
    Die hätte abgewickelt werden müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%