Krisenbank
HRE wählt Interessenten für Depfa-Verkauf aus

Als Inbegriff der Bankenkrise war sie in aller Munde. Strenge Auflagen begrenzen seitdem die Geschäftsaktivitäten der Hypo Real Estate (HRE). Jetzt hat sie gleich mehrere Käufer für ihre Irlandtochter Depfa an der Angel.
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MünchenDie verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) hat Interessenten für ihre irische Tochter Depfa gefunden. Nach dem Blick in die Bücher hätten bis Ende Januar mehrere mögliche Käufer Gebote für die Bank abgegeben, aus denen die HRE zusammen mit der staatlichen Finanzmarktstabilisierungsagentur einige in die engere Auswahl genommen habe, wie der Konzern am Freitag mitteilte.

Nun werde mit diesen verhandelt, ein Abschluss sei noch im ersten Halbjahr denkbar. Die Verkaufsprozess liege damit im Zeitplan. Die HRE, damals im Dax notiert, hatte die Depfa 2007 für rund fünf Milliarden Euro übernommen. Wenig später hätte die teure Neuerwerbung ihre Mutter in der Finanzkrise 2008 fast in den Abgrund gerissen.

Danach musste der Staat die Bank mit Milliarden stützen, am Ende stand die Verstaatlichung der HRE. Im Gegenzug für die Rettung verfügte die EU in einem Beihilfeverfahren strenge Auflagen für die HRE, die nach den Vorgaben kleiner und risikoärmer werden musste. Der Depfa-Verkauf war in den Auflagen als Möglichkeit vorgesehen.

Der Bund muss sich bis 2015 aus der HRE zurückziehen. Die Bank wickelt ihre Geschäfte inzwischen über die zweite Tochter Deutsche Pfandbriefbank (Pbb) ab. Der Verkaufsprozess für die Depfa war im September gestartet worden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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