Krisenbank Monte dei Paschi
Italiens schwierigster Patient

PremiumMonte dei Paschi ringt um die Zukunft. Doch die Investoren zögern. Eine Rettung durch den Staat wird nun zur ernsthaften Option, auch wenn das mit EU-Regeln kollidiert. In der deutschen Politik stößt das auf Unwillen.

Rom/FrankfurtTage und Wochen sind normalerweise keine Kategorien, in denen die italienische Krisenbank Monte dei Paschi di Siena zu messen ist. Seit 1472 existiert das älteste Geldhaus der Welt, aber nun ist die lange Tradition in Gefahr. Am Dienstag reiste Mario Morelli, der Vorstandschef der schwer angeschlagenen Bank, nach Frankfurt zur Europäischen Zentralbank (EZB), um Finanzkreisen zufolge mit den Aufsehern mehr Zeit für die dringend nötige Kapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro auszuhandeln, die eigentlich bis Jahresende über die Bühne gehen sollte.

Denn hinter dem bisherigen Rettungsplan stehen neue Fragezeichen. Das Nein der Italiener zur Verfassungsreform und der angekündigte Rücktritt von...

 
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