Landesbank
4400 WestLB-Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

Es sind trübe Aussichten für die Mitarbeiter der WestLB, viele werden ihr Büro räumen müssen. Doch obwohl die WestLB keine Zukunft hat, hält sie besonders qualifizierte Beschäftigte mit hohen Bleibeprämien.
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DüsseldorfNoch strömen die WestLB-Mitarbeiter jeden Tag in ihre Büros in der Düsseldorfer Friedrichstadt. Glücklich sehen die meisten von ihnen dabei aber nicht aus. Denn eine Perspektive, wie es nach dem 30. Juni dieses Jahres weitergeht, haben die wenigsten. Dann ist endgültig Schluss, die einst größte deutsche Landesbank wird zerschlagen.

Die Mehrheit der aktuell 4300 Mitarbeiter wird wohl ihren Job verlieren. Rund 400 Stellen wird es bei der Helaba geben, die das Sparkassengeschäft übernimmt. Die übrigen Beschäftigten sollen zunächst in der Übergangsbank arbeiten, der Service und Portfoliomanagementbank (SPM-Bank). Diese soll aber bis 2016 auf maximal 1000 Stellen reduziert werden. Alle anderen müssen ihre Büros wohl räumen.

Immer wieder gab es Pläne, einzelne Bereiche der Landesbank an andere Geldhäuser zu verkaufen. Nicht nur HSBC Trinkaus, auch die japanische Bank Sumitomo Mitsui Banking Corp (SMBC) hatte zwischenzeitlich Interesse. Beide Banken nahmen das Angebot aber zurück. Hoffnung auf den Verkauf einzelner Teile der Bank gibt es dementsprechend kaum noch.

Zwar gilt bis zum Ende des Jahres ein tariflicher Kündigungsschutz, es wird also vorerst keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Was danach kommt, weiß aber keiner. Nur die Aktienanalysten und Händler wissen bereits, dass es ihre Abteilungen nach dem 30. Juni nicht mehr geben wird.

Kommentare zu " Landesbank: 4400 WestLB-Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs"

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  • --@ Realist


    ein SPD - Bilderberger ist NIE verantwortlich. Schuld haben eindeutig die Mitarbeiter der West LB.

  • Steinbrück ist für das Desaster nicht verantwortlich. Die Weichen "in den Abgrund" wurden vorthert schon gestellt. Veraantwortlich waren drei Freunde, die Personen:
    Friedel Neuber West-LB Chef
    Finanzminister Heinz Schleußer
    Ministerüpräsident Johannes Rau!

    Von völligem Größenwahn getrieben, haben die ein gewaltiges Rad gedreht. Die Schuldigen leben leider nicht mehr. Denen hätte ich es gegönnt, wenn die den eigenen Trümmerhaufen noch hgätten sehen müssen!

  • Auch die Banker waren zu gierig.

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