Landesbank
NordLB versiebenfacht Kreditausfall-Rücklagen

Die Krise der Schifffahrt-Branche belastet auch einen ihrer größten Finanzierer. Die Risikorücklagen der Landesbank steigen auf 241 Millionen Euro. Drohende Verluste sollen damit abgefedert werden.
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HannoverDie Norddeutsche Landesbank Girozentrale (Nord/LB) hat ihre Risikovorsorge - hauptsächlich für den Bereich Schiffsfinanzierungen - im ersten Quartal auf mehr als das Siebenfache erhöht, wie am Donnerstag bekannt gegeben wurde. Ein schnelles Ende der Krise in der Branche sei nicht in Sicht.

Das Institut, das zu den weltgrößten Schiffsfinanzierern zählt, weitete die Rücklagen auf 241 Millionen Euro aus - um potenzielle Verluste mit 252 Schiffen in seinem Portfolio abzufedern. Im Jahr davor hatten sich die Aufwendungen für die Risikovorsorge auf lediglich 33 Millionen Euro summiert. Eigenen Angaben zufolge hat die Nord/LB die Finanzierung für 1795 Schiffe bereitgestellt.

„Wie wir erwartet hatten, stellt uns die anhaltende Krise in der Schiffsfinanzierung weiter vor große Herausforderungen”, sagte Gunter Dunkel, der Vorstandsvorsitzende der Nord/LB, in der Mitteilung. Dies werde sich auch in den kommenden Quartalen nicht ändern.

Für das erste Quartal berichtete die Nord/LB einen Verlust von 32 Millionen Euro, verglichen mit einem Gewinn von 118 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Landesbank wird von den Bundesländern Niedersachsen und Sachsen Anhalt kontrolliert und hat ihren Sitz in Hannover. Dem seit fast 250 Jahren bestehenden Institut machen seine ausfallgefährdeten Kredite zu schaffen. Einige Kunden aus der Schifffahrtsbranche haben Probleme, ihre Kredite zu bedienen - weil die Nachfrage nach ihren Diensten sinkt, ein Überangebot an Schiffen zur Verfügung steht und die Frachtraten niedrig sind.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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