Libor-Affäre
Der Deutschen Bank drohen hohe Kosten

Der Skandal um die manipulierten Zinsen könnte die Deutsche Bank teuer zu stehen kommen. Auf viele Milliarden Euro schätzen Analysten von Macquarie nun die Klagerisiken. Andere Prognosen sind wesentlich bescheidener.
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Frankfurt/LondonDie möglichen Kosten für die internationalen Großbanken aus dem Skandal um manipulierte Referenzzinsen wie den Libor lassen die Analysten nicht zur Ruhe kommen. Jetzt haben die Experten der australischen Investmentbank Macquarie einen Versuch unternommen, die juristischen Folgekosten für die einzelnen Banken abzuschätzen. Für die Deutsche Bank und die WestLB kommen sie auf mögliche Klagerisiken von jeweils 8,3 Milliarden Euro.

Solche Schätzungen sind mit vielen Unsicherheiten versehen, weil sich die Ermittler nicht in die Karten schauen lassen und die meisten Geldhäuser bisher entweder keine Rückstellungen dafür gebildet haben oder diese nicht ausweisen. Die Macquarie-Analysten warnen selbst davor, dass die Schätzungen grob und mit vielen Unsicherheiten behaftet sind. Aber sie betonen: "Insgesamt glauben wir, dass alle Hauptmitglieder des Libor-Panels sich möglicherweise mit substanziellen Zivilklagen konfrontiert sehen wegen falscher Angaben der Libor-Sätze."

Die Analysten gehen davon aus, dass der Libor auf Dollar-Basis im Jahr 2008 um 41 Basispunkte und 2009 um 37 Basispunkte zu niedrig lag. Sie rechnen über alle damals ausstehenden betroffenen Produkte, wie hoch der Schaden für Investoren war - und kommen auf die stolze Summe von 176 Milliarden Dollar. Der größte Brocken für mögliche Ansprüche wäre dabei der Schaden bei syndizierten Krediten, der auf knapp 112 Milliarden Dollar taxiert wird.

Wegen Unsicherheiten etwa bei der Durchsetzung von Rechtsansprüchen und möglicher Absicherungsgeschäfte der Investoren halbieren sie den potenziellen Gesamtschaden und verteilen ihn dann auf die Banken der Libor-Runden. Da Deutsche Bank und WestLB Mitglieder bei allen Panels in verschiedenen Währungen waren, kommen die Analysten für beide auf die gleiche Summe.

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Deutsche Bank nennt keine Libor-Rückstellungen

Kommentare zu " Libor-Affäre: Der Deutschen Bank drohen hohe Kosten"

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  • Der Deutschen Bank drohen hohe Kosten, ja wenn nur die hohen Kosten drohen würden.

    Es ist erstaunlich wie die Deutsche Bank mit dem virtuellem „Nichts“ eine derartige Marktkapitalisierung vorweisen kann. Hier stimmt doch etwas nicht. Die Anleger werden beschissen bis geht nicht mehr. Alle Bürger müssen das Geld von der Deutschen Bank abheben, dann werden wir sehen wo der Betrug steckt.

    Das Pyramiden- und Schneeballsystem in der Deutschen Bank wird auch so bald zusammenbrechen. Wie kann das sein, dass der Aktienwert immer noch so hoch liegt. Die Aktie der Deutschen Bank ist nach dem Vertrauensverlust nichts mehr wert. Wo kommen die Gewinne her?

  • Wetten dass die auch beim Wechselkurs koordiniert handeln und so entsprechend der Devisenstrom-Flussrichtung ( von Privat an Institutionen oder umgekehrt ) bescheissen, in Europa wie in den USA etc...???
    ZORRO oder iwe der Oberzocker heisst laesst gruessen !

  • Als wenn das so einfach wäre! Der Libor wird als Durchschnitt aus den gemeldeten Zinsen gebildet, wobei der höchste u. der niedrigste Zins gestrichen wird. Somit stellt sich die Frage, war die Deutsche Bank bei jeder Aktion dabei oder nicht. Macquaire-Analysten stellen hier Berechnungen an, die jeder Grundlage entbehren, aber offensichtlich die gewünschte Wirkung erzielen. Wohlgemerkt, auch ich verurteile das Verhalten der Händler, aber ich bin nicht bereit das Kind mit dem Bad auszuschütten!

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