Libor-Affäre
Systematisch, mit Wissen von oben

PremiumIm Skandal um die Manipulation weltweiter Referenzzinsen kritisiert nun auch die amerikanische Justiz einzelne Führungskräfte der Deutschen Bank. Es geht vor allem um die Werte des Instituts.

London, FrankfurtEs ist der bislang wohl spektakulärste Skandal in der Bankenbranche: die systematische Manipulation von globalen Referenzzinsen wie dem Libor oder dem Euribor. Der Deutschen Bank hat die Affäre eine Rekordstrafe von 2,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 2,23 Milliarden Euro) eingebrockt. Das ist das höchste Bußgeld, das US-amerikanische und britische Behörden in dem Fall bisher verhängt haben.

Aber der Skandal schmerzt das Geldhaus nicht nur finanziell. Unterlagen der US-Justiz zum Liborskandal lassen Führungskräfte der Deutschen Bank in einem ungünstigen Licht erscheinen, darunter auch Michele Faissola, den heutigen Chef der Vermögensverwaltung des Geldhauses.

Aus den Unterlagen der New Yorker Finanzaufsicht DFS...

 
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