Lichtensteiner Bank LGT
Gewinneinbruch nach Rückzug aus Deutschland

Der Gewinn der LGT Group sank im vergangenen Jahr um 52 Prozent auf 58 Millionen Euro. Im Mai 2001 hatte sich LGT überraschend aus Deutschland zurückgezogen, die Sparte übernahm die Niederländer ABN Amro.
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ZürichDer Verkauf des Deutschland-Geschäfts im letzten Jahr hat der Liechtensteiner Vermögensverwaltungsbank LGT Group einen Gewinneinbruch eingebracht. Der Konzerngewinn sank nach Angaben vom Dienstag um 52 Prozent auf 70,3 Millionen Franken (58 Millionen Euro).

Insgesamt schrieb LGT im Zusammenhang mit dem Verkauf der LGT Bank Deutschland 50 Millionen Franken ab. Dagegen konnte die im Besitz des Liechtensteiner Fürstenhauses stehende Bank den Netto-Neugeldzufluss im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern: 2011 flossen der Bank neue Vermögen in Höhe von netto 8,6 Milliarden Franken zu. 2010 hatte der Zufluss 3,1 Milliarden Franken betragen. Die verwalteten Vermögen beliefen sich per Ende Jahr auf 86,9 Milliarden Franken.

Insgesamt sei 2011 von einer unsicheren Markt- und Wirtschaftsentwicklung sowie der Schuldenkrise und einer turbulente Währungssituation geprägt gewesen, was sich in verhaltenen Kundenaktivitäten niederschlug, erklärte die Bank weiter. Für das laufende Jahr ist das Geldinstitut optimistisch. „Die LGT hat das Jahr 2012 sehr gut begonnen und ist für den weiteren Jahresverlauf trotz der weiterhin unsicheren Entwicklung des Markt- und wirtschaftlichen Umfelds zuversichtlich“, hieß es.

LGT hatte im Mai überraschend ihren Rückzug aus Deutschland angekündigt und im Herbst das Vermögensverwaltungsgeschäft zu einem nicht genannten Preis an die niederländische ABN Amro verkauft. Zuvor hatte die Finanzaufsicht BaFin den Liechtensteinern die Übernahme der BHF-Bank in letzter Minute verwehrt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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