LLB und VP Bank
Liechtensteiner Banken liebäugeln mit Zukäufen

Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) und die VP Bank wollen mit Zukäufen ihr Geschäftsvolumen ausweiten. Die zusätzlichen Erträge halten sie für notwendig, weil die Kosten für Regulierung und Technologie steigen.

ZürichGleich zwei große Liechtensteiner Geldhäuser wollen mit Zukäufen ihr Wachstum ankurbeln. Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) peilt in den kommenden fünf Jahren eine Ausweitung des Geschäftsvolumen auf mehr als 70 Milliarden Franken (64 Milliarden Euro) an, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Zum Ende des vergangenen Jahres beliefen sich die Kundenvermögen und Kredite auf 60,9 Milliarden Franken.

Neben Wachstum aus eigener Kraft fasst die LLB auch Akquisitionen in Liechtenstein, der Schweiz und Österreich ins Auge und hat dafür 450 Millionen Franken vorgemerkt. Üblicherweise beläuft sich der Preis für Übernahmen in der Branche auf ein bis zwei Prozent der Summe des verwalteten Vermögens.

Auch die VP Bank will auf Einkaufstour gehen. Um die angestrebten 50 Milliarden Franken Kundengelder zu erreichen, fehlten noch 15 Milliarden, sagte Konzernchef Alfred Moeckli der Zeitung "Finanz und Wirtschaft". Das sollen Zukäufe vor allem in der Schweiz ändern. Auch Luxemburg und Liechtenstein hat Moeckli im Visier.

Viele mittelgroße Banken in der Schweiz und in Liechtenstein wollen wachsen, um rentabler zu werden. Weil die Kosten für Regulierung und Technologie steigen, sind mehr Erträge nötig. Dazu braucht es höhere verwaltete Vermögen. Die VP Bank hat sich bis 2020 eine Vervierfachung des Überschusses auf 80 Millionen Franken vorgenommen. Die LLB peilt in den kommenden fünf Jahren insgesamt mehr als eine halbe Milliarde Franken Gewinn an.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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