Medienbericht
Deutsche Bank will Bilanz zusammenstreichen

Deutschlands größtes Geldhaus geht offenbar auf Schrumpfkurs: Die Deutsche Bank plant einem Zeitungsbericht zufolge, die Bilanzsumme um ein Fünftel zu kappen. Grund sei die strengere Regulierung.
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FrankfurtDie Deutsche Bank plant einem Zeitungsbericht zufolge eine Verkleinerung ihrer Bilanz um 20 Prozent. Bis Ende 2015 solle die Bilanzsumme von Deutschlands größtem Geldhaus auf eine Billion Euro sinken, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf Personen mit Kenntnissen der Sachlage.

Die Pläne stünden in Zusammenhang mit strengeren Kapitalanforderungen, die Banken in Zukunft umsetzen müssen, um im Krisenfall besser gerüstet zu sein. Ihre Pläne dazu wolle die Deutsche Bank bei der Bekanntgabe der Zahlen zum zweiten Quartal am 30. Juli vorstellen, hieß es in dem Bericht weiter. Die Deutsche Bank lehnte eine Stellungnahme ab. Die Aktie des Institutsk war am Montag mit einem Plus von 1,6 Prozent einer der größten Kursgewinner im Dax.

Dem Bericht zufolge prüft die Bank, Mischkapital in Höhe von mindestens sechs Milliarden Euro aufzunehmen, etwa über Wandelanleihen. Dieser Anleihetyp kann zu bestimmten Konditionen in Aktien und damit von Fremd- in Eigenkapital umgetauscht werden. Die deutsche Finanzaufsicht muss noch bestimmen, welche Finanzierungsinstrumente unter den neuen Regeln anerkannt werden.

Investoren und Regulierer fordern seit Ausbruch der Finanzkrise bessere Eigenkapitalquoten bei Geldinstituten. Analysten und konkurrierende Geldhäuser haben der Deutschen Bank mehrfach vorgeworfen, mit einer weitaus schlechteren Kapitalausstattung zu arbeiten als die wichtigsten Wettbewerber. Das Verhältnis von Eigenkapital zu den Aktiva lag Schätzungen zufolge zum Ende des ersten Quartals bei 2,1 Prozent. Das ist der zweitschlechteste Rang unter 18 Geldhäusern, die Analysten von Morgan Stanley untersucht haben.

Erst im April hatte die Deutsche Bank mit einer Kapitalerhöhung die Finanzkraft gestärkt. Insgesamt platzierte die Bank 90 Millionen neue Aktien zum Preis von 32,90 Euro das Stück mittels eines beschleunigten Verfahrens. Dadurch sammelte das Institut insgesamt 2,96 Milliarden Euro ein.

Deutschlands größte Bank werde mit Hilfe der Kapitalerhöhung im direkten Vergleich mit ihren weltweiten Wettbewerbern „zu einer der am besten kapitalisierten Banken“, hatte Co-Vorstandschef Anshu Jain damals in einer Telefonkonferenz für Analysten gesagt. Nun kehren aber offenbar die Sorgen über die Kapitalausstattung zurück.

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„Schrecklich unterkapitalisiert“

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  • Tja, das ist halt der Unterschied; wenn Mitbewerber am Markt Kapitalmaßnahmen ankündigen bzw. Gerüchte darüber auftauchen, gehen die Kurse i.d.R. auf Tauchstation.

    Nicht so hier beim Branchenprimus um Superstar and Moneymaker und Godfather of Investmentbanking Anshu. Congrats, Gents !

  • Vielleicht bekommen Sie den Immobilienkredit aber auch bei Einbringen von 15% nicht mehr, weil Ihre Boni zusammen mit dem Eigenkapital Ihrer Hausbank unter Basel III nicht mehr ausreicht. Der Bericht über die Deutsche Bank (sollte sie ihn denn als wahr bestätigen) beschreibt exakt die Reaktion der Kreditinstitute, die man erzielen wollte. Wie ich schon in einem anderen Kommentar geschrieben habe, bin ich mir nicht sicher, ob man sich politisch klar ist, was folgt, wenn alle deutschen Banken diesen Weg gehen.

  • der entschluß ,die bilanz zu kürzen,kam nicht freiwillig zustande

    es wird jedoch nix nützen.wenn die weltkonjunktur nicht wieder anspringt,kann die deutsche mit kurzer geneusowenig zeit gewinnen wie mit langer.

    zuviele derivate sind unter wasser und zuviele fahrlässige schütteldarlehen in schwellenländern ausgereicht

    morituri te salutant...

    moritouris dagegen sind die exportierten südlandprekären

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