Möglicher Vergleich
JPMorgan erzielt Einigung mit SEC

Die größte US-Bank JPMorgan Chase hat eigenen Aussagen zufolge mit der US-Börsenaufsicht SEC eine „grundsätzliche Einigung“ erzielt. Damit könnte der Rechtsfall um fragwürdige Hypothekenpapier-Geschäfte vom Tisch sein.
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New YorkJPMorgan Chase kommt an einer rechtlichen Baustelle voran: Die größte US-Bank habe eine „grundsätzliche Einigung“ mit der US-Börsenaufsicht SEC über fragwürdige Hypothekenpapier-Geschäfte erzielt, erklärte das Kreditinstitut am Donnerstag in seinem Quartalsbericht. Ein Übereinkommen mit der SEC würde die „Angelegenheiten erledigen“, wie es hieß. Allerdings, so schränkte JPMorgan ein, müssten sowohl die Börsenaufseher als auch ein Gericht noch endgültig zustimmen.

In einem genannten Fall geht es um Geschäfte der 2008 von JPMorgan übernommenen Investmentbank Bear Stearns. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman hatte bereits vor einem Monat eine Klage eingereicht. Sein Vorwurf: Bear Stearns habe Investoren beim Verkauf von Hypothekenpapieren hinters Licht geführt. Die Bank habe es nicht gekümmert, welch minderwertigen Hauskredite darin verpackt gewesen seien. Das habe zu „riesigen Verlusten“ bei den Investoren geführt. JPMorgan hatte die Anschuldigungen damals zurückgewiesen.

Details eines möglichen Vergleichs mit der SEC nannte die Bank nicht. Üblicherweise werden Rechtsstreitigkeiten an der Wall Street mit dem Scheckbuch aus der Welt geschaffen, um ein langwieriges Gerichtsverfahren abzuwenden. Dabei sprechen sich die diversen Strafverfolgungsbehörden und Finanzaufseher zumeist ab, sodass ein Fall nicht mehrfach aufgerollt werden muss. JPMorgan ist nur eine von vielen Banken, denen vorgeworfen wurde, Investoren im Vorfeld der Finanzkrise übervorteilt zu haben. Goldman Sachs hatte im Rahmen eines SEC-Vergleichs 550 Millionen Dollar (430 Mio Euro) gezahlt.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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