Münchener Hypothekenbank
Kapitalerhöhung wegen neuer EU-Regeln möglich

Als „Killer“ bezeichnet MünchnerHyp-Chef Louis Hagen die EU-Regeln zur Verschuldungsquote für Banken. Denn nach den neuen Regeln muss sein Geldhaus womöglich Kapital aufnehmen – zum zweiten Mal seit 2014.

FrankfurtDie Münchener Hypothekenbank muss ihre Eigentümer wegen der geplanten Einführung einer Verschuldungsquote (Leverage Ratio) möglicherweise erneut um mehr Kapital bitten. „Ich möchte nicht ausschließen, dass es so kommt“, sagte MünchenerHyp-Chef Louis Hagen am Donnerstag bei einer Branchenkonferenz in Frankfurt. „Aber ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben.“ Er hoffe nach wie vor darauf, dass künftig nicht für alle Geldhäuser die selbe Leverage Ratio gelte und dass es abhängig vom Geschäftsmodell Variationen gebe.

Banken sollen nach derzeitigen EU-Plänen ab 2018 eine Leverage Ratio von mindestens drei Prozent aufweisen. Die Quote beschreibt das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme. Wie riskant die Geschäfte der Banken sind, spielt dabei keine Rolle. „Das ist für jemanden wie uns, der sehr sichere Kredite vergibt, der Killer“, sagte Hagen. Der genossenschaftliche Immobilienfinanzierer hatte bereit im Frühjahr 2014 eine Kapitalerhöhung gestemmt, um die Eigenkapitalanforderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zu erfüllen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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