Nach Betrugsskandal
UBS friert Werbekampagnen ein

Die Schweizer Großbank UBS reagiert auf den Betrugsskandal und stellt sämtliche Fernsehspots und Anzeigen ein. Die Begründung: Zur Zeit sei ein positiver Effekt durch Werbebotschaften nicht zu erzielen.
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GenfNach dem Betrugsskandal bei der UBS hat die Schweizer Großbank sämtliche Werbekampagnen auf Eis gelegt. Fernsehspots und Anzeigen wurden ausgesetzt, berichtete am Montag der „Klein Report“, der Mediendienst der Schweizer Kommunikationsbranche. Der Leiter der Unternehmenskommunikation bei der UBS, Peter Hartmeier, begründete dies gegenüber „Klein Report“ mit der „aktuell negativen Nachrichtenlage“. Der gewünschte positive Effekt einer Werbebotschaft könne in dieser Gesamtsituation nicht erreicht werden. Die Bank müsse nun beweisen, dass sie den Fall in Zusammenarbeit mit den Regulierungs- und anderen Behörden vollständig aufkläre. Dann könne die Phase der Werbung wieder beginnen.

Die UBS hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass einer ihrer Londoner Händler der Bank durch illegale Geschäfte einen Milliarden-Verlust bescherte. Er liegt nach Angaben der Bank vom Sonntag bei 2,3 Milliarden US-Dollar (1,7 Milliarden Euro). Die britische Polizei klagte den aus Ghana stammenden Händler Kweku Adoboli wegen Betrugs durch den Missbrauch seiner Stellung und die Fälschung von Bilanzen an. Adoboli war im Londoner Büro der UBS für den Bereich der Exchange Traded Funds zuständig, also für Börsenprodukte, die Aktienindizes wie den Dax abbilden. 

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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