Naturkatastrophen
Versicherer müssen über 100 Milliarden Dollar stemmen

2011 war für die Versicherungsbranche ein teures Jahr. Unter anderem wegen der Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Thailand beträgt die Schadenlast 108 Milliarden Dollar. Nur 2005 war mit „Katrina“ noch teurer.
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FrankfurtDie Versicherer müssen in diesem Jahr für Naturkatastrophen tief in die Tasche greifen. Ersten Schätzungen des Sigma-Teams von Swiss Re zufolge entstanden der weltweiten Versicherungswirtschaft Schäden von insgesamt 108 Milliarden Dollar. Damit habe sich die Schadenlast gegenüber 2010 mehr als verdoppelt. Damals verbuchte die Branche Kosten von 48 Milliarden Dollar. Allerdings ist das Jahr nur das zweitteuerste für die Branche nach 2005, als Hurrikan-Schäden noch kräftiger einschlugen, insbesondere die Stürme Katrina, Wilma und Rita.

Der Gesellschaft entstanden in diesem Jahr noch weit höhere Schäden, da nicht alle Kosten auch von der Versicherungswirtschaft getragen werden. Den Angaben von Swiss Re zufolge sind diese wirtschaftlichen Belastungen höher denn je – und sie könnten noch weiter hochgehen. Bisher ermittelten die Experten, dass die Gesamtschäden von 226 Milliarden Dollar auf schätzungsweise 350 Milliarden Dollar gestiegen sind. Der größte Teil davon sei auf das Erdbeben in Japan zurückzuführen. In den ersten elf Monaten dieses Jahres kamen bei Katastrophen über 30 000 Menschen ums Leben, die meisten davon ebenfalls in Japan.

Kurt Karl, Chefökonom von Swiss Re, urteilt: „Leider ist der Versicherungsschutz gegen Erdbeben noch recht begrenzt, sogar in einigen Industrieländern mit hohem Erdbebenrisiko wie Japan.“ Dadurch hätten nicht nur Menschen ihre Angehörigen verloren, sondern der Gesellschaft seien auch beträchtliche finanzielle Schäden entstanden, die entweder Unternehmen, Hilfsorganisationen oder der Staat und letztlich die Steuerzahler zu tragen hätten.

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  • Aufgrund der Niedrigzinspolitik der Zentralbanken sind die Zinsgewinne der Versicherer gesunken.

    Gleichfalls aufgrund der enormen Geldschöpfung der Zentralbanken haben viele Hedgefonds und andere Anbieter den Weg in den Rückversicherungsmarkt gesucht, Beispiel Catbonds, Katastrophenzertifikate bei denen der Anleger X% Zinsen erhält wenn diverse Katastrophen nicht eintreten. Ich nehme an, dass einige Investoren unglücklich geworden sind.

    Interessant ist inwieweit die Versicherer und Rückversicherer in der Lage sind die Prämien anzupassen. Dies wäre interessant zu lesen.

    Vandale

  • Die Versicherer machen das CO2 für die Naturkatastrophen verantwortlich. Deshalb arbeiten die ja mit den korrupten Klimaforschern gewisser Institute zusammen.
    So hilft man sich gegenseitig zum Schaden des Versicherungsnehmers und gutmütig zahlenden Bürgers.

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