Negativschlagzeilen
Ergo verliert 500 Kunden durch Sex-Skandal

Falsche Angaben bei Riester-Verträgen und ein Skandal um eine Sexorgie haben das Ansehen des Versicherungskonzerns Ergo beschädigt. Hunderte Kunden haben ihre Verträge gekündigt.
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Düsseldorf/BerlinDem Versicherungskonzern Ergo sind wegen der Negativschlagzeilen um die Sexorgie sowie der fehlerhaft ausgestellten Riester-Verträge Hunderte Kunden abhanden gekommen. „Verloren haben wir mit konkretem Bezug darauf etwa 500 Kunden“, sagte Ergo-Chef Torsten Oletzky der „Rheinischen Post“. Zum Stand der internen Ermittlungen sagte er: „Wir haben jetzt einen ersten Zwischenbericht der Wirtschaftsprüfer von PriceWaterhouseCoopers erhalten. Anfang August rechnen wir mit dem Abschlussbericht.“ Oletzkys Angaben nach sind rund 12.000 Kunden von falschen Angaben in Riester-Verträgen betroffen, aber „nicht geschädigt“. 

Der Versicherer war in die Schlagzeilen geraten, nachdem zunächst eine Sexparty für Vertreter, dann falsch ausgewiesene Kosten bei Riester-Policen und schließlich fragwürdige Beratungspraktiken bei Unfallversicherungen bekannt geworden waren.

Rückendeckung bekommt der Ergo-Chef derweil von der Konzernmutter Munich Re. Oletzky sei „jetzt der richtige Mann, um die Vorfälle aufzuklären und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen“, zitierte die Tageszeitung „Die Welt“ den Vorstandsvorsitzenden des Münchner Rückversicherers, Nikolaus von Bomhard. Ergo-Versicherungsvertreter hatten im Juni 2007 in der traditionsreichen Gellert-Therme in Budapest eine ausschweifende Party gefeiert. Zahlreiche Prostituierte sollen bezahlt worden sein. 

Laut „Welt“ machte von Bomhard in einem im Intranet des Versicherers veröffentlichten Interview auch deutlich, dass das Image des gesamten Konzerns gelitten habe, gerade im Ausland. Ergo müsse nun schnell aus der „aktuell sehr unbefriedigenden Situation herauskommen“, forderte er. Einem Verkauf der Erstversicherungstochter erteilte von Bomhard erneut eine Absage.

 

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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  • einem Lebensversicherer kann eigentlich nichts Besseres passieren, als dass seine Kunden die Police nach ein paar Jahren kündigen. Die Provisionen für die Drückerkolonnen sind bezahlt und der Versicherer spart sich die Auszahlung der Überschüsse bei Ablauf. Ergo - Verbrechen lohnt sich!

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