NordLB-Chefaufseher Schneider
„Bremer Landesbank hat alles ausgereizt, die Krise auszuhalten“

PremiumMehrheitseigner NordLB rettet die marode Bremer Landesbank. Aufsichtsratschef Schneider beziffert den Kapitalbedarf des Instituts im Interview auf bis zu 500 Millionen Euro, sieht jede zehnte Stelle auf der Kippe, spricht über die Gründe der Krise und die Aussicht auf ein Überleben der BLB.

BerlinDer niedersächsische Finanzminister (SPD) Peter-Jürgen Schneider ist in diesen Tagen ein vielbeschäftigter Mann. Er muss nicht nur den Landeshaushalt in trockene Tücher bringen. Als Aufsichtsratschef der NordLB ist er zudem als Bankenretter gefragt. Die NordLB-Tochter Bremer Landesbank ist wegen fauler Schiffskredite ins Schwimmen geraten.

Herr Schneider, die Bremer Landesbank ist in ernsthafte Schwierigkeiten geraten. Fallen Wertberichtigungen in Höhe von knapp 700 Millionen Euro auf ein knapp sieben Milliarden großes Schiffsportfolio einfach so vom Himmel?
Das Thema beschäftigt uns schon seit etlichen Monaten. Die Schifffahrtsmärkte haben sich deutlich negativer entwickelt als prognostiziert.

Aber die Krise geht mittlerweile schon ins...

 
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