NordLB
Landesbank verkauft Kreditrisiken

Mit dem Verkauf von Kreditrisiken in dreistelliger Millionenhöhe hat die NordLB erfolgreich ihre Kernkapitalquote erhöht. Deutschlands drittgrößte Landesbank steht dennoch weiter schwächer da als andere Banken.

FrankfurtDie NordLB lagert Risiken aus und stärkt damit ihren Sicherheitspuffer. Das Institut habe verbriefte Kreditrisiken in Höhe von 178 Millionen Euro an institutionelle Investoren verkauft, teilte die drittgrößte deutsche Landesbank am Mittwoch mit. Die Kernkapitalquote werde dadurch um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte zulegen.

Das Geldhaus steigerte seine harte Kernkapitalquote bei voller Umsetzung der härteren Basel-III-Regeln bis Jahresmitte auf 9,7 Prozent, steht damit aber immer noch etwas schwächer da als viele andere deutsche Großbanken.

Die Hannoveraner setzen stärker als alle anderen Landesbanken darauf, Kreditrisiken zu bündeln und an Profi-Investoren weiterzureichen. Bereits im März 2014 hatte die Bank eine Tranche von 450 Millionen ausgelagert, die nun aufgestockt wurde. Den verkauften Papieren liegen Kredite an den deutschen Mittelstand sowie für Flugzeuge, Gewerbeimmobilien und in Erneuerbare Energien zugrunde. Insgesamt haben die rund 8.400 Kredite ein Volumen von 14,7 Milliarden Euro.

Institutionelle Investoren seien wegen der andauernden Niedrigzins-Phase stärker denn je auf der Suche nach alternativen Anlagemöglichkeiten, erklärte NordLB-Kapitalmarktvorstand Hinrich Holm. Betreut wurde die sogenannte „Northvest“-Transaktion von Caplantic, ein Gemeinschaftsunternehmen der NordLB, des Versicherers Talanx und des Bankhauses Lampe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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