Ölpreisverfall
Standard & Poor's stuft texanische Banken herab

Nach Monaten des Preisrückgang werden für ein Barrel Rohöl nur noch rund 30 Dollar fällig. Die Konsequenzen bekommen nun US-Regionalbanken zu spüren. Schuld ist die hohe Zahl von Krediten an Energie-Konzerne.

New YorkDie Talfahrt der Ölpreise wirkt sich auf die Kreditwürdigkeit von US-Regionalbanken in Bundesstaaten mit großer Erdölindustrie aus. Die Ratingagentur Standard & Poor's senkte am Dienstag die Bonitätsnote für vier kleinere Institute aus Texas und Oklahoma.

Grund sei die hohe Zahl von Krediten der Geldhäuser an Energie-Konzerne, die unter dem Preisverfall litten. Selbst wenn die Ölpreise wieder moderat stiegen, drohten den Banken in den kommenden zwei Jahren steigende Kreditausfälle, argumentierte S&P und senkte den Ausblick für die Institute auf negativ. Die Agentur stufte BOK Financial, und Comerica auf BBB+ von A-, Cullen/Frost Bankers auf A- von A sowie Texas Capital Bancshares auf BB+ von BBB- herab.

Nach Monaten des Preisrückgangs werden für ein Barrel (159 Liter) Rohöl derzeit nur noch rund 30 Dollar fällig, zu Hochzeiten waren es einmal 115 Dollar. Grund für den Preisverfall ist eine Nachfrageflaute - auch wegen des langsameren Wirtschaftswachstums in China - kombiniert mit einer Überproduktion. Mit konstanten Förderraten wollen klassische Ölförderländer der Opec ihre Marktmacht gegenüber den aufstrebenden US-Schiefergas-Produzenten verteidigen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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