Oldenburgische Landesbank
Commerzbank steigt wohl aus dem Bieter-Rennen aus

Die Commerzbank will die Oldenburgische Landesbank Insidern zufolge nicht übernehmen. Das Regionalinstitut im Nordwesten sei zu teuer. Der Verkaufsprozess für die OLB geht unterdessen auf die Zielgerade.
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FrankfurtDie Commerzbank ist Insidern zufolge aus dem Rennen um die Oldenburgische Landesbank (OLB). Der zweitgrößten deutschen Bank sei das Regionalinstitut im Nordwesten zu teuer, sagten zwei mit dem Prozess vertraute Personen am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte zuvor darüber berichtet. OLB-Eigentümer Allianz verlange rund 400 Millionen Euro, sagte einer der Insider. Die Commerzbank hatte versucht, mit der Übernahme mehr Kunden im Filialgeschäft in der Region um Bremen zu gewinnen. Sie ködert derzeit allerdings viele neue Kunden deutschlandweit mit Lockangeboten zur Kontoeröffnung.

Der Verkaufsprozess für die OLB geht unterdessen Insidern zufolge auf die Zielgerade. Noch im März könnte ein Käufer für das Institut mit 2200 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von 13 Milliarden Euro ausgewählt werden. Als Interessenten gelten die Finanzinvestoren Apollo und Cerberus. Letzterem gehört die österreichische Bank Bawag. Apollo hat in der Region schon die Bremer Kreditbank und das Bankhaus Neelmeyer gekauft.

Unter dem Dach der OLB hatte die Allianz die Allianz Bank geführt, um Investmentfonds und Bankprodukte über die eigenen Versicherungsvertreter in Deutschland zu verkaufen. Vor drei Jahren war die Allianz Bank aber eingestellt worden, nachdem sich die Erwartungen nie erfüllt hatten.

Die Commerzbank und die Allianz Deutschland wollten sich zu den Informationen nicht äußern.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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