Pleite-Gefahr
Intesa-Chef sieht Italiens steigende Risiken

Mögliche Zahlungsausfälle betreffen nicht nur Griechenland. Zwar setzt Italien derzeit ein Sparpaket um, aber auch dort steigen die Risiken zu denen der Chef der italienischen Bank Intesa Sanpaolo Stellung bezieht.
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Rom Der Chef der italienischen Bank Intesa Sanpaolo hat vor der Gefahr einer Staatspleite seines Landes gewarnt. „Wir sollten wissen, dass es das Risiko eines Zahlungsausfalls gibt“, sagte Corrado Passera laut italienischen Agenturberichten am Sonntag dem Fernsehsender La7. Doch das Land könne die Krise überstehen, wenn seine Wirtschaft wieder wachse.

Als drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sei Italien zwar „zu groß, um pleitezugehen, aber auch zu groß, um gerettet zu werden“, gab der Intesa-Chef zu bedenken. „Wir sollten es nicht für selbstverständlich nehmen, dass wir es schaffen ohne mutige Entscheidungen“, wurde Passera zitiert.

Die Regierung in Rom hat ein umstrittenes Sparpaket über 54 Milliarden Euro beschlossen. Manche Analysten bezweifeln allerdings, ob dies ausreicht, um an den Märkten das Vertrauen der Investoren wiederzugewinnen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • @ mikemc,
    Merkwürdig dass erst jetzt wo ich die Geduld verliere und anfange Hiebe zu verteilen, erst jetzt, sich Pazifisten zu Wort melden!
    Warum nicht schon früher?

  • Liebe deutsche Besserwisser,
    Die einzige möglich Lösung, wenn man den Euro und die EU (EU ohne Euro funktioniert nicht mehr) ist eine Wirtschaftsregierung für die Eurozone inklusiv einer Fiskalunion, wie von Wirtschaftsexperte bei der Euroeinführung empfohlen worden war (Eine Währungsunion ohne Fiskalunion ist nicht lebensfähig und es hat nie gegeben).
    Deutschland (weil stärker) hat es damals abgelehnt und auf das Prinzip der eigenen Verantwortung bestanden. Das war ein verhängnisvoller Fehler. Dummerweise hat Frankreich damals Deutschland unterstützt. Mitterand hätte es in der Hand gehabt, er hat es aber versäumt im Glaube Frankreich könnte so auch besser weg kommen)
    Jetzt haben wir den Salat, jetzt ist guter Rat teuer.
    So auf das Schnelle eine Wirtschaftsregierung mit Fiskalunion aus dem Hut zu zaubern dürfte schwierig sein.

  • Das friedliche Zusammenwachsen Europas finde ich nach wie vor eine der erfreulichsten Entwicklungen der jüngeren Geschichte. Die Krise des Euro ist nur Teil der globalen Krise unseres Wirtschaftssystems, das meines Erachtens, mit unabsehbaren Folgen, zusammenbrechen wird. Wenn ich mir so einige Kommentare der letzten Zeit ansehe, ob aus italienischer, griechischer oder deutscher Sicht, wir mir allerdings für die Zukunft Angst und bange. Diese Kommentatoren sollten allmählich begreifen, dass die Fronten längst nicht mehr zwischen Völkern und Nationen verlaufen, sondern zwischen Herrschenden und Beherrschten, überall auf der Welt. Die Antwort darauf muss lauten Einigkeit,nicht Hass. Sonst sehe ich wirklich ein bitteres Ende.

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