Privatbank
Die Wandlung der Baader Bank

Die Münchener Baader Bank will künftig stärker im Investment-Banking mitmischen. Die geplante Fusion zwischen Deutscher Börse und Nyse Euronext könnte die Wandlung des bayerischen Finanzhauses sogar noch beschleunigen.
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FrankfurtEs ist alles ein wenig provisorisch: Auf dem Boden liegen Holzplatten; die meisten Monitore sind noch mit Folie bedenkt. Handwerker bringen Fußleisten an. Immerhin: Einen Kaffeeautomaten gibt es schon, nur keinen Zucker. Aber das ist kein Problem – zumindest noch nicht .Erst Ende März dürften Kaffee- und Zuckerkonsum deutlich ansteigen. Spätestens dann nämlich soll das neue Büro der Münchener Baader Bank in Frankfurt eröffnet werden. Die neue Adresse: Börsenstraße 1, mitten im Herzen der hessischen Finanzmetropole. Der Blick aus dem Fenster fällt direkt auf die Frankfurter Wertpapierbörse.

Der Standort soll vor allem eines zeigen: Baader ist da, Baader will wachsen. Manch Frankfurter Banker hatte nicht schlecht gestaunt, als er hörte, die kleine Münchener Bank mache sich in bester Lage in Mainhatten breit. Das neue Selbstbewusstsein der Bayern zeigt auch ihre Personalpolitik: Allein 40 neue Leute hat die Baader Bank seit Sommer vergangenen Jahres dazu geholt. Die meisten wurden direkt vor der Haustür, bei der Münchener Hypovereinsbank, eingesammelt. Insgesamt hat die Baader Bank mittlerweile 400 Angestellte, gut 90 davon sollen künftig an der Börsenstraße 1 arbeiten.

Neue Mannschaft, eine etwas andere Strategie: „Wir wollen unser Geschäftmodell auf ein breiteres Fundament stellen - und die Abhängigkeit vom Wertpapierhandel verringern“, sagt Nico Baader, Vorstand bei der Münchener Bank. „Deshalb bauen wir Schritt für Schritt den Bereich Investment-Banking aus.“ Investment-Banking bedeutet bei der Baader Bank vor allem das Geschäft mit Börsengängen, das sogenannte IPO-Geschäft, und klassisches Aktienresearch.

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Die ersten Schritte sind getan

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