Private Equity in der Kritik
Bitte keine neue Heuschreckenplage

PremiumVor Jahren geißelte der damalige SPD-Chef Müntefering die Exzesse privater Großinvestoren als gefräßige Heuschrecken. Nun fällt Private Equity in alte Muster zurück. Das Problem ist das viele Geld. Eine Analyse.

Um fünf Uhr früh war es am vergangenen Montag so weit: Alle rechtlichen Hürden für den zweitgrößten Deal von Finanzinvestoren in Deutschland waren überwunden. Vorstand und Aufsichtsrat des Arzneimittelherstellers Stada empfahlen den Aktionären, das Angebot der Beteiligungsgesellschaften Bain und Cinven anzunehmen. 5,3 Milliarden Euro ist den Private-Equity-Häusern der Konzern wert. Das entspricht gut dem 13-Fachen des bereinigten Betriebsgewinns vor Abschreibungen, auch Ebitda genannt. Ein teurer Preis. Erinnerungen an die Zeit vor der Finanzkrise werden wach, als es bei Preisen und der Verschuldung hoch hergegangen war, bis die Realität Private Equity einholte. Aus der Zeit vor der Krise stammen auch die...

 
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