Private Investoren
Irland verkauft Anteile an Bank of Ireland

Irland übernimmt doch nicht die Kontrolle bei der Bank of Ireland. Anteile des angeschlagenen Instituts werden für 1,1 Milliarden Dollar an private Investoren verkauft.
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DublinDie Bank of Ireland wird nicht verstaatlicht. Stattdessen kündigte die Regierung am Montag überraschend an, einen Anteil an dem Geldhaus im Wert von 1,1 Milliarden Euro an eine Gruppe privater Investoren zu verkaufen.
Wer zu den Interessenten gehört, wurde nicht angegeben.

Ursprünglich war damit gerechnet worden, dass der Staat auch beim letzten verbliebenen großen Institut des Landes die Kontrolle übernimmt. Dies sollte im Rahmen einer Kapitalerhöhung geschehen, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht werden sollen.

Nach der Kapitalerhöhung werde die Regierung maximal 32 Prozent an der Bank of Ireland halten, teilte das Finanzministerium weiter mit. Die bisherigen Aktionäre sollen dann zwischen 31 und 71 Prozent halten und neue Investoren zwischen 14 und 37 Prozent.

Durch den Verkauf reduziert sich die Höhe der Staatshilfen für die Bank auf 2,4 Milliarden Euro. Die Regierung sieht sich damit nach eigenen Angaben in der Lage, die Bank ohne Hilfen der Europäischen Union und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu rekapitalisieren. Finanzminister Michael Noonan lobte den Verkauf als starkes Signal auch für das Ausland. Es stünden private Investoren bereit, um Geld in die Bank of Ireland zu investieren. Die Aktien der Bank reagierten mit Aufschlägen von fast neun Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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