Prozess um Hypo Alpe Adria
Holzinger nimmt ehemalige BayernLB-Vorstände in Schutz

Im Prozess um den Kauf der Hypo Alpe Adria bekommen die damaligen Verantwortlichen der BayernLB erneut Unterstützung aus der Politik. Der Memminger Oberbürgermeister Ivo Holzinger (SPD) bescheinigt ihnen gute Arbeit.
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MünchenDie ehemaligen BayernLB-Vorstände haben im Prozess um den Fehlkauf der österreichischen Krisenbank Hypo Alpe Adria erneut Rückendeckung von einem prominenten Zeugen aus der Politik bekommen: Der Memminger Oberbürgermeister Ivo Holzinger (SPD) nahm die einstigen Top-Manager vor dem Landgericht München in Schutz und bescheinigte ihnen gute Arbeit.

Der 66-Jährige erzählte den Richtern am Montag als Zeuge von der Aufbruchstimmung, die vor dem Kauf der Hypo Group Alpe Adria (HGAA) geherrscht habe. „2007 war ja Bayern auf dem Weg an die Spitze des Finanzmarkts - so waren die Gefühle“, sagte er. Auch er habe die Übernahme der HGAA deshalb sehr positiv gesehen.

Holzinger war als Vertreter der Sparkassen bei einer Sitzung des Verwaltungsrats im März 2007 dabei, in der der Vorstand die Kontrolleure über die Kaufabsichten informiert hatte. Dabei hätten die Vorstände durchaus auf die Risiken der Übernahme hingewiesen. „Da hatte ich nicht den Eindruck, dass man da irgendwas hat verschleiern wollen.“

Die Staatsanwaltschaft wirft den sechs Ex-Vorständen vor, die Kontrolleure über die wahre Lage der HGAA getäuscht zu haben, um diese nach dem Motto „Augen zu und durch“ kaufen zu können. Holzinger verneinte dies energisch: „Den Eindruck hat der Vorstand nicht vermittelt, im Gegenteil.“ Die Angeklagten haben sämtliche Vorwürfe bestritten und erklärt, sie hätten mit der Übernahme zum Wohle der Landesbank handeln wollen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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