Prozess um Zinswetten
Ein unüberschaubares Risiko für Pforzheim

PremiumIm Prozess um Millionenverluste durch Zinswetten der Stadt Pforzheim wirft die Staatsanwaltschaft den Angeklagten unter anderem Untreue vor. Im Fokus steht die frühere Kämmerin der Stadt, die tat, was viele ihrer Kollegen in klammen Kommunen seit den 90er-Jahren taten.

MannheimEs passiert selten, dass sich die Opfer falscher Beratung und ihre Berater im Gerichtssaal die Anklagebank teilen. Doch zum Prozessauftakt gegen die ehemalige Pforzheimer Bürgermeisterin Christel Augenstein (FDP), ihre ehemalige Kämmerin Susanne Weishaar und deren damaligen Stellvertreter Konrad Weber passiert genau dies. Vor der Großen Wirtschaftsstrafkammer des Mannheimer Landgerichts sitzen sie am Dienstag neben jenen Bankern von JP Morgan Chase, mit denen sie zwischen 2006 und 2008 mehrere Derivatgeschäfte abgeschlossen hatten. Die Stadt Pforzheim erlitt dadurch Verluste von insgesamt rund 57 Millionen Euro. Untreue wird den früheren Stadtverordneten zur Last gelegt, Beihilfe zur Untreue den Bankern.

Der Gerichtsprozess...

 
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