Raiffeisen Bank International
Österreichische Bank wird faule Kredite schneller los

Die Raiffeisen Bank International hatte sich in den vergangenen Jahren einen starken Schrumpfkurs verordnet. Das zeigt Wirkung: Das österreichische Geldhaus konnte seinen Gewinn im ersten Halbjahr mehr als verdoppeln.
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WienDas österreichische Geldhaus Raiffeisen Bank International (RBI) kommt beim Abbau der Kreditrisiken schneller voran als geplant. Zur Jahresmitte lag der Anteil der notleidenden Kredite an den gesamten Krediten bei 7,3 Prozent, teilte das in Osteuropa aktive Institut am Donnerstag mit. Damit wurde das ursprüngliche Ziel von rund acht Prozent frühzeitig erreicht. „Die anhaltend starke Wirtschaftsentwicklung in Osteuropa hat dazu beigetragen, dass sich unsere Risikokosten deutlich besser entwickelt haben als von uns erwartet“, sagte Bankchef Johann Strobl. Die RBI rechnet damit, dass der Anteil der faulen Kredite mittelfristig weiter sinkt.

Unter dem Strich konnte sich der Konzerngewinn im ersten Halbjahr auf 587 (236) Millionen Euro mehr als verdoppeln. Die RBI hatte sich in den vergangenen Jahren einen starken Schrumpfkurs verordnet und sich aus Ländern zurückgezogen. Zu Jahresbeginn wurde die Bank mit Sitz in Wien mit ihrer Mutter Raiffeisen Zentralbank (RZB) verschmolzen. „Wir ernten jetzt die Früchte unseres Transformationsprogramms“, sagte Strobl. Besonders erfreulich seien die Ergebnisse aus Ungarn und der Ukraine. Erste Spareffekte würden sich auch in Polen zeigen.

An den Zielen hält die Bank unverändert fest. So soll etwa die harte Kernkapitalquote mittelfristig auf rund 13 Prozent verbessert werden. Zur Jahresmitte lag die Quote bei 12,8 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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