Regulierung des Finanzsektors
Der Trugschluss der Banker

PremiumFinanzmanager stimmen gerne das Klagelied über die existenzbedrohende Bürokratielast an. Zu Unrecht: Striktere Regeln verursachen eben nicht die nächste Krise, sondern sorgen für Stabilität. Eine Analyse.

FrankfurtDie Warnungen sind prominent, und sie sind laut: Eine ausufernde Regelwut der Staaten und Aufsichtsbehörden habe das Risiko neuer Finanzkrisen heraufbeschworen, war zuletzt immer wieder von Topbankern zu hören. „Wer Banken Handschellen anlegt, kann nicht erwarten, dass sie die Märkte dennoch stabilisieren wie früher“, sagte beispielsweise vor kurzem Jürgen Fitschen, Co-Chef der Deutschen Bank. Er steht stellvertretend für die These vieler Topbanker, der Abertausende Seiten an Gesetzestexten füllende Regeleifer der vergangenen Jahre sei viel zu weit gegangen. Eines der zentralen Argumente dieser Debatte: Die engen Leitplanken für Banken hätten einen Mangel an Liquidität an den Märkten ausgelöst –...

 
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