Royal Bank of Scotland
Großbritannien will Bank-Anteile bis 2020 verkaufen

Bis 2020 will Großbritannien den Großteil seiner Anteile an der Royal Bank of Scotland verkaufen. Die Regierung erhofft sich Erlöse von 35 Milliarden Euro. Für den Steuerzahler bleibt die RBS-Rettung trotzdem teuer.
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LondonDie britische Regierung will sich in den nächsten fünf Jahren von einem Großteil ihrer Beteiligung an der Royal Bank of Scotland (RBS) trennen. Mit dem Verkauf von drei Vierteln des Staatsanteils ließen sich umgerechnet mindestens 35 Milliarden Euro erlösen, schrieb James Leigh-Pemberton, der Chef der Behörde, die die Bank-Beteiligungen der Regierung verwaltet, an Finanzminister George Osborne am Mittwoch. Im Fiskaljahr 2015/2016 könne der Staat mindestens 2,8 Milliarden Euro einnehmen. Leigh-Pemberton soll im Auftrag der Regierung die Machbarkeit eines Verkaufs in den kommenden Jahren prüfen.

Osborne hatte im Juni gesagt, dass Großbritannien den Ausstieg aus der Bank vergleichsweise zügig angehen wolle, da sie bei ihrer Sanierung Fortschritte mache. Das größte Privatisierungsvorhaben in der Geschichte Großbritanniens soll im September starten. Der Staat steckte in der Finanzkrise 2007 bis 2009 knapp 46 Milliarden Pfund in das Geldhaus und erhielt dafür einen Anteil von 78 Prozent.

Nach Berechnungen der Investmentbank Rothschild könnten die Steuerzahler mit der RBS-Rettung am Ende umgerechnet mehr als 9,7 Milliarden Euro Verlust machen. Auf Basis derzeitiger Aktienkurse ergibt sich ein Minus von rund 19,4 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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