Sabine Lautenschläger
EZB-Direktorin warnt vor Ende der Bankenregulierung

EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger betont die Notwendigkeit globaler Regeln für Banken. Sie warnt vor einer neuen Welle der Deregulierung. Ihr Appell richtet sich vor allem an die neue US-Regierung.
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FrankfurtEZB-Direktorin Sabine Lautenschläger warnt vor einem Ende der weltweiten Bankenregulierung. Geldhäuser bräuchten Regeln und diese müssten global sein, sagte Lautenschläger am Montag auf einer Veranstaltung in Irlands Hauptstadt Dublin. Sie sei besorgt, dass eine neue Welle der Deregulierung bevorstehen könnte, sagte Lautenschläger. "Ist es nicht an der Zeit zu beweisen, dass wir in der Lage sind, aus der Geschichte zu lernen?" Weltweit geltende Bankenregeln schützten alle: Die Steuerzahler, Sparer, Investoren und Unternehmer. "Und ja sie schützen auch die Banken selbst", sagte die EZB-Direktorin, die auch stellvertretende Vorsitzende der EZB-Bankenaufsicht ist.

Die neue US-Regierung hat mit Überlegungen, die strengen Regeln für die heimischen Banken zu lockern, Sorgen ausgelöst, dass die USA das Interesse an einer international abgestimmten Bankenregulierung verlieren könnten. Zudem waren die Verhandlungen über die Reform der globalen Kapitalregeln für Geldinstitute - in der Branche "Basel IV" genannt - zuletzt ins Stocken geraten. Vor allem Europäer und Amerikaner hatten sich über die neuen Regeln zerstritten. Die deutsche Bankenaufsicht warnte kürzlich sogar vor einem Scheitern der Gespräche.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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