Santander Deutschland
Rund 100 Filialen und 600 Stellen werden gestrichen

Die spanische Bank Santander will ihr Vertriebsnetz in Deutschland zusammenlegen – und dünnt ihr Filialnetz drastisch aus. Insgesamt sollen rund 100 Filialen geschlossen und 600 Arbeitsplätze wegfallen.
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MönchengladbachDer spanische Bankkonzern Santander will in Deutschland rund 100 Filialen schließen. Die hierzulande bisher getrennten Vertriebsnetze der Santander Consumer Bank und der Santander Bank sollen zusammengelegt werden, bestätigte eine Sprecherin der Santander Consumer Bank AG am Freitagabend in Mönchengladbach. Im Zuge dieser Vereinheitlichung werde die Zahl der bundesweit bisher mehr als 300 Filialen um rund 100 reduziert.

Bei dem Umbau zu einer „modernen omni-channel Bank“ fallen etwa 600 Arbeitsplätze im Vertrieb und in der Verwaltung weg. Die „Rheinische Post“ (Samstag) berichtete vorab über die Einschnitte unter Berufung auf ein Schreiben an die Mitarbeiter. Im Detail fallen 350 Stellen im Vertrieb weg. In der Hauptverwaltung sind es 250 Stellen. Davon entfallen rund 100 auf die Zentrale in Mönchengladbach. Der frühere SEB-Standort Frankfurt mit rund 150 Stellen soll geschlossen werden.

Seit der Übernahme des Privatkundengeschäftes der schwedischen SEB in Deutschland 2011 agierte Santander hierzulande unter zwei Marken - Santander Consumer Bank und Santander Bank. Hinzu kommt darüber hinaus die Direktbank-Marke Santander Direkt. Künftig sollen hier alle Aktivitäten unter der einheitlichen Marke Santander stehen.

Der Vorstandschef der Santander Consumer Bank, Ulrich Leuschner, verwies in einer Stellungnahme darauf, dass neue Wettbewerber mit digitalen Geschäftsmodellen ins Bankgeschäft drängten. Kommunikationsformen veränderten sich und mit ihnen das Verbraucherverhalten. Santander in Deutschland wolle sich in diesem fordernden Umfeld, das zusätzlich von wachsender Regulierung und niedrigen Zinsen geprägt wird, bestmöglich aufstellen.

Der Manager kündigte an, unverzüglich Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufzunehmen, um eine sozialverträgliche und einvernehmliche Lösung für die betroffenen Mitarbeiter zu finden. Angestrebt wird, die Maßnahmen ab dem 1. April 2018 umzusetzen. Der spanische Bankkonzern hat in Deutschland etwa 4000 Mitarbeiter.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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