Schiffskrise
DVB Bank fährt Verlust ein

Da die eigene Risikovorsorge aufgestockt werden musste, wurde aus dem theoretischen Gewinn ganz schnell ein Verlust in Millionenhöhe. Eine Verbesserung wird zeitnah nicht erwartet. Man hofft auf ein geringeres Risiko.
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FrankfurtDie DVB Bank ist wegen einer höheren Risikovorsorge für faule Schiffskredite in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern verbuchte der Transportfinanzierer 2016 einen Verlust von 135,3 Millionen Euro nach einem Gewinn von 46,1 Millionen im Jahr zuvor, wie die Tochter der DZ Bank am Donnerstag mitteilte. Die Dividende fällt aus.

Die Flaute in der Schifffahrt, die seit mehr als acht Jahren unter Überkapazitäten leidet, hat sich zuletzt wegen des schwächeren Wachstums in China und des mauen Welthandels zusätzlich verschärft. Die DVB Bank hatte per Ende September elf Milliarden Euro an die Schiffsbranche verliehen, zudem gut zwei Milliarden für die Finanzierung von Öl-Plattformen und dafür nötige Versorgungs- und Spezialschiffe. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft hat sich 2016 auf 381,4 (Vorjahr: 141,5) Millionen Euro mehr als verdoppelt. Die DZ Bank schoss ihrer schwächelnden Tochter im vergangenen Jahr 150 Millionen Euro zu.

Eine grundlegende Verbesserung der Lage erwarten die Frankfurter nicht. Die Bank hoffe, die hohen Risikokosten im Schifffahrtsbereich 2017 und 2018 zu reduzieren. Das setze aber unter anderem voraus, dass die Überkapazitäten der Branche nicht weiter steigen und die Charterraten für Schiffe nicht weiter fallen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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